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24 Stunden Tauch-Weltrekord

24 Stunden Tauch-Weltrekord

Ich bin sehr stolz auf diesen Rekord. Ein Trainingspartner hat mir mal von diesem Guinness Weltrekord erzählt und ich habe den Rekord gleich angemeldet. Es schien mir von Anfang an faszinierend zu sein, einen Rekordversuch mit Freunden und Bekannten zu machen. Jeder trägt seinen Teil zu dem großen Ganzen bei. Dabei beinhaltet der Rekord die eigene persönliche Challenge „wieviel km bin ich in 24 Stunden in der Lage zu tauchen“. Während dem Rekord sind alle über sich hinaus gewachsen, haben Schmerzen ertragen, Schlaflosigkeit ausgehalten und irgendwann in dem 28 Grad warmen Wasser gefroren ( außer Peter Colat, der hat sich vermutlich noch ein paar Eiswürfel von zuhause mitgebracht 😉 ).

 

Eine Langzeitchallenge hat es im Apnoetauchen bisher noch nicht gegeben. Da geht es eher darum mit einem Atemzug eine weite Strecke, eine tiefe Tiefe oder eine lange Zeit zu tauchen. Außerdem ist es schwierig für diesen Rekord zu trainieren, denn kaum jemand hat, drei bis vier Stunden am Stück getaucht um zu sehen, was es mit den Knien, Muskeln etc. macht. Einige Athleten haben über Kopfschmerzen geklagt. Zum Teil, aufgrund des erhöhten Co2 Spiegels. Auch wenn man nur 25m Bahnen taucht, so steigt der Co2 Anteil immer weiter an. Nach einem exzessiven Co2 Training bekommt man schon mal Kopfschmerzen und 24 Stunden zu tauchen ist tatsächlich eine Belastung für den Körper. Außerdem merkt man nach einigen Stunden schlecht sitzendes Equipment. Es gab z.b. aufgescheuerte Hälse vom Neckweight oder von schlecht sitzenden Anzügen. Ich war da mit meinem Mares Equipment, insbesondere meinem 1mm Horizon Anzug extrem happy.

 

Einige Athleten, wie Johannes Hummel, André Grabs haben eher schnell getaucht, mit kurzen Oberflächenintervallen um danach wieder eine Weile Pause zu machen. Meistens wurden Blocks von 2-3 Stunden getaucht und anschließend wieder pausiert. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich nicht so schnell unterwegs bin, aber wenn ich zu lange Pause mache, müde werde. Daher habe ich während dem Rekord insgesamt nur zwei Stunden geschlafen und zum Schluss nicht mehr als 45-60 Minuten Pause gemacht.

 

24 Stunden tauchen, scheint furchtbar lang und unangenehm zu sein. Für mich war das ganze aber sehr kurzweilig, die Zeit ist wirklich gerannt und es ist etwas besonderes in die Nacht hinein zu tauchen und irgendwann in den anbrechenden Tag zu tauchen. Ursprünglich war die Idee vom Freiburger Bäder Chef Oliver Heintz, das ganze im Keidel Mineralbad im Aussenbecken zu machen. Da hätten wir die einbrechende Nacht und den anbrechenden Tag noch intensiver erlebt. Auf der anderen Seite waren wir sehr froh, dass wir im Hallenbad waren, als in der Nacht ein heftiges Gewitter über Freiburg gezogen ist, so mussten wir den Rekord nicht unterbrechen.

 

Die Message war es einen Rekord, über die Landesgrenzen hinweg, aufzustellen und zu zeigen, dass es in dem Fall Athleten aus Österreich, der Schweiz und Deutschland miteinander verbindet.

 

Zum Schluss hatten wir mit 198,250 km den Rekord von 152 km sehr deutlich übertroffen. Der Rekord wurde letztlich vom Rekordinstitut anerkannt, weil die Kommunikation im Vorfeld mit Guinness wieder eher anstrengend war, so dass ich den Rekord hier zusätzlich angemeldet hatte. Herr Kuchenbecker war auch bereit zu Urkundenübergabe und Rekordprüfung vor Ort zu sein und unserer Veranstaltung den festlichen Rahmen zu verleihen.

 

Ich freue mich sehr, dass alles so toll geklappt hat und alle Athleten so eine tolle Leistung abgeliefert hatten. Ich bin total happy, dass jeder über sich hinaus gewachsen ist und wir so toll unterstützt wurden, durch unsere Familien und Bekannten, durch die Helfer, die Judges, Kameraleute, Fotografen, Fernsehen und vor allem auch die Unterstützer, wie Mares, Davosa, Keidelbad Freiburg, Relaqua, Necon und der FSV aqua Nautilus.

FILM

Bericht des SWR

 

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