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Andreas Schumacher berichtet vom Sardine Run vor Südafrika

Andreas Schumacher berichtet vom Sardine Run vor Südafrika

Im Zeitraum 02. Juli bis 18. Juli war ich in Südafrika und habeAndy_schumacherfilm den „Sardine Run“ für African Dive Adventures dokumentiert. Die Basis von Roland und Beulah Mauz liegt eine gute Autostunde südlich von Durban am Shelly Beach bei Margate. Die Hauptzeit für den Sardine Run ist Ende Juni bis Ende Juli. Für diese 4 Wochen werden 2 Boote die jeweils Kapazität für 10 Gäste haben, nach Coffee Bay verlagert, welches knapp 400km weiter südlich liegt. Für eine optimale Anreise bieten sich die nationalen Flughäfen Mthatha oder East London an. Hier unten gibt es nur ein größeres Hotel und keine weiteren Anbieter für den Sardine Run in diesem Zeitraum.

Täglich treffen wir uns gegen 7 Uhr an der kleinen Tauchschule und beladen die Autos. Die beiden Boote liegen auf Trailern an der Flussmündung des Mapuzi Flusses. Die Jeeps schieben die Boote soweit es geht ins Wasser, der Rest ist Manpower! Mit Vollgas geht es aus der Bucht um schnell aus der Brandungszone zu gelangen, dann heißt es abwarten, wo sich etwas tut. Wir halten Ausschau nach den Common Dolphins und den Basstölpeln. Unterstützung bekommen wir dabei von Pilot Louis, der mit einem Ultraleichtflieger die Küstenzone abfliegt. Die ersten Tage finden wir die Basstölpel schnell, aber nur wenige Delfine sind unterwegs. Hier und da stürzen sich die Vögel ins Wasser auf der Jagd nach den Sardinen. Wir legen unsere ABC-Ausrüstung an, verschaffen uns einen Überblick, doch unter Wasser ist nicht viel zu erkennen. Das Meer ist grün, kaum 10 Meter Sicht, mit 22°C etwas zu warm für die Sardinen. Schnell kristallisiert sich heraus, dass ein Tauchgang hier keinen Sinn macht. 6 bis 7 Stunden sind wir täglich auf dem Meer, neben der Suche nach den Sardinenschwärmen erblicken wir auch täglich mehrere Buckelwale in kleinen und größeren Gruppen von bis zu 5 Tieren. Das „Breaching“, wenn die Wale aus dem Wasser springen und sich zurück auf die Wasseroberfläche fallen lassen, ist eines der atemberaubendsten Erlebnisse für jeden Gast.

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Doch Ziel der Exkursion ist das Auffinden eines „Bait Balls“, der entsteht, wenn die Delfine die Sardinen an die Oberfläche und zu einem Ball zusammentreiben. Dies geschieht, indem sie den Schwarm umkreisen und dabei stetig Luftblasen erzeugen. Es bildet sich eine Art Vorhang, den die Fische nicht zu durchbringen vermögen. Dann kommen die Vögel dazu, um von der Jagd zu profitieren. Wo sich einmal ein „Bait Ball“ gebildet hat, gesellen sich schnell auch Haie oder Schwertfische dazu. Das Schauspiel kann von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden gehen, je nach Größe des Schwarmes.

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Wir halten also weiter Ausschau nach den Basstölpeln, die den Delfinen folgen, doch es kommt zu keiner richtigen Zusammenarbeit. Dort wo die Tölpel ins Wasser stürzen, verlagert sich die Jagd zu schnell, keine Chance mit den Flossen hinterherzukommen.

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Während meiner Zeit hatte ich leider nicht das Glück, einmal einen „Bait Ball“ und die Jagd auf die Sardinen zu beobachten. Jeder neue Tag war aber aufregend und spannend. Ein unvergessliches Abenteuer auf dem Meer!

Euer Andy

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Ein Kommentar to “Andreas Schumacher berichtet vom Sardine Run vor Südafrika”

  1. Edith 20. August 2015 - Antworten

    Sehr schöner Bericht. Danke für den kleinen Einblick in die immer noch geheimnisvolle Welt der Meeresbewohner.

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