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Bergsee pur – Rene Trost am Bundi Lagh da Saoseo

Bergsee pur – Rene Trost am Bundi Lagh da Saoseo

Ein absolutes Juwel unter den Bergseen befindet sich im Val da Camp auf knapp 2100 m.ü.M. Nicht umsonst wird der Lagh da Saoseo als einer der schönsten Bergseen der Alpen bezeichnet. Nach einer knapp dreieinhalb stündigen Anfahrt treffen wir in Sfazù ein. Das Wetter zeigt sich noch nicht von seiner besten Seite, doch für die zweistündige Wanderung ist uns der bedeckte Himmel mit blauen Stellen gerade recht. Während des Aufstiegs ziehen wir nicht nur die fragwürdigen Blicke der Kühe auf uns – kreuzen wir hie und da Wanderer, sprechen diese uns auf die Flossen an, welche seitlich an unseren Rucksäcken befestigt sind. Voller Vorfreude schleppen wir unser Gepäck, welches doch an die 24 Kilo wiegt, den Berg hoch. Schliesslich haben wir uns für die zwei Tage mit regionalen Produkten eingedeckt. Die etlichen Holzbrücken sind für eine kurze Atempause perfekt geeignet. Mittlerweile sind auch die letzten Wolken verzogen, so dass uns eine grandiose Aussicht in die Bündner Berge ermöglicht wird. Die letzten Meter bergauf gehen nochmals richtig in die Beine. Diese sind jedoch schlagartig vergessen, als plötzlich der kobaltblaue Lago vor uns auftaucht. Ein phantastischer Anblick! Die Fotokameras klicken wie von alleine, bevor wir durch Heidelbeersträucher mit reifen Früchten einen Weg finden, der uns an ein Plätzchen zum Umziehen führt.

Schliesslich stülpen wir nach einer längeren Rast die Neoprenanzüge über und tappen ins Wasser. Brille auf, Kopf unter Wasser. Poah! Nicht bloss über Wasser, sondern auch im Wasser eröffnet uns die Natur einen Weitblick mit 25 Meter Sicht. Über eine Stunde können wir die Zeit im Wasser einfach nur geniessen. Schattenspiele des Lichtes, Baumstämme, Wurzelstöcke und Gesteinsformationen lassen uns das 6 Grad kalte Wasser schon beinahe vergessen. Erstaunlich, wie agil sich die Forellen bei solchen Temperaturen bewegen. Wir können es auf jeden Fall nicht mehr so geschmeidig und begeben uns an Land zurück. Während die Anzüge auf den sonnengewärmten Steinen antrocknen, macht sich eine Zufriedenheit bei uns breit. Welch ein schöner Fleck, an dem wir uns befinden. Mit leicht knurrendem Magen beginnt der knapp 40 minütige Rückweg zur SAC- Hütte Rifugio Saoseo. Hier stellen wir fest, dass sich Skiständer als absolut tauglich erweisen, um Freedivinganzüge zu trocknen. Gewiss stösst unser Vorhaben bei vielen Berggängern in der Hütte auf reges Interesse und Neugier, und so kommt es, dass der Tag bei tollen Gesprächen und gutem Essen abgerundet wird, bevor es am nächsten Tag zu Fuss wieder talabwärts geht.

Vielen Dank meinem Freund Ralf für dieses sportliche Freediving-Erlebnis, welches wir gemeinsam genossen haben.

Liebe Grüsse

Rene

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