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Der Weg zum Freitaucher Teil I

Der Weg zum Freitaucher Teil I

Man hört immer wieder von neuen Instruktoren und neuen Diveleadern im Freediving. Auch Weltmeister gibt es mittlerweile in den verschiedensten Freediving Disziplinen und ein Rekord jagt den nächsten. Doch wie wird man denn nun ein Freediver? Um diese Frage zu beantworten, gehen wir zurück zum Anfang. Dahin, wo die meisten von uns das Freitauchen mit einem Kurs angefangen haben.

Ich möchte Euch mal so einen Tag beschreiben, wie man zu einem Freediver wird…

Es ist Sonntagmorgen. Um 6 Uhr in der Früh klingelt mein Wecker. Mein Ziel ist heute Weggis, in der Innerschweiz am schönen Vierwaldstättersee gelegen, ca. 2 Fahrstunden von mir entfernt. Dort treffe ich mich um 8.45 Uhr mit Christian, dem Eigentümer der Tauchschule Idefix, der mich für heute gebucht hat. Die Kursteilnehmer kommen nach und nach, 5 Stück an der Zahl. Bevor wir pünktlich um 9.30 Uhr mit der Theorie beginnen, gab es ein paar interessante Fragen und Gespräche. Es geht zügig vorwärts, über die Ausrüstung des Freitauchers, bis hin zur Physiologie, der Atemtechnik und dem Tauchreflex. Ich werde immer wieder durch intelligente Fragen und neue Ansichten unterbrochen, das ist aber normal bei solchen Basic Kursen und fordert mich auch teilweise immer wieder aufs Neue. Es zeigt mir aber auch, dass die Kursteilnehmer wirklich bei der Sache sind. So entwickelt sich immer mehr eine geniale Gruppendynamik. Es ist nun rund 12.30 Uhr mittags, zum Schluss gibt es dann noch eine Theorieprüfung. Diese stellt aber für keinen der Teilnehmer eine große Herausforderung dar. Man spürt richtig, dass jetzt alle heiß darauf sind, das Erlernte in der Theorie in die Praxis umzusetzen.

„René nochmals vielen Dank für Deinen Kurs am letzten Sonntag – und für Deine Geduld. Ich habe viel über das Atmen im Allgemeinen und meine Möglichkeiten erfahren. Ich konnte meine persönliche Bestzeit nach nur einem CO2-Training um ca. 40 Sekunden verbessern und denke es wäre sogar noch etwas mehr drin gewesen. Einiges kann ich auch für das Gerätetauchen mitnehmen. Alles im allem ein hervorragender Kurs unter kompetenter Leitung. Ich freue mich darauf im September Level 1 zu erreichen. Bis dahin einen schönen Sommer.“
Gruss Peter

Nach einer kleinen Mittagspause und leichter Kost, geht es um 13.30 Uhr auch schon weiter mit der Praxis im Pool. Doch vorab machen wir einige Atemübungen, darunter auch die Bauchatmung, die wirklich elementar wichtig ist für das Freitauchen. Ebenso werden die Lungen und die Zwischenrippenmuskulatur sowie das Zwerchfell gedehnt.

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Somit sind wir optimal vorbereitet für die Statik, also dem bewegungslosen Daliegen an der Oberfläche, bei dem man möglichst lange den Atem anhält. Das funktioniert am besten, wenn man einen Neopren-Anzug trägt, so kann man richtig an der Wasseroberfläche schweben und entspannen. Wir bereiten uns anhand einer Co2 Tabelle vor, dabei verkürzen wir die Oberflächen Pausen, behalten aber die Apnoe Zeiten (Atemanhalten) im Wasser gleich.

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„Einfach unglaublich, wie ich meine Statikzeit von 45 Sekunden auf über 2:15 Minuten gebracht habe. Vielen lieben Dank.“ Michaela

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Bei jedem Durchgang merkt man, dass die Kursteilnehmer sich dabei immer entspannter und sicherer fühlen. Zum Schluss hat sich jeder im Vergleich zu seinen Anfangszeiten enorm gesteigert, das heißt die Zeiten wurden verdoppelt oder um mehr als eine Minute verbessert bis hin zu über drei Minuten Atemanhalten bei diesem Kurs.

 

 

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