Blog

Forscher untersuchen Auswirkungen der Korallenbleiche auf die Riffe Westaustraliens

Forscher untersuchen Auswirkungen der Korallenbleiche auf die Riffe Westaustraliens

Forscher der University of Western Australia (UWA), des ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies (Coral CoE) und der Western Australian Marine Science Institution haben den Einfluss der Massenbleiche von 2016 auf Riffe in Western Australia (WA) untersucht. Die globale Korallenbleiche von 2016 ist die bisher stärkste, die je beobachtet wurde

Korallenbleiche tritt als Folge anormaler Umweltbedingungen auf, wie erhöhte Meerestemperaturen, die dazu führen, dass die Korallen winzige photosynthetische Algen, so genannte Zooxanthellen, ausstoßen. Gebleichte Korallen können sich erholen, wenn die Temperatur sinkt und die Zooxanthellen in der Lage sind, die Koralle wieder zu besiedeln – ansonsten sterben die Korallen ab.

Die Forscher unter der Leitung von Dr. Verena Schoepf und Morane Le Nohaïc haben Untersuchungen zur Gesundheit der Korallenriffe entlang der westaustralischen Küste von tropischen bis hin zu gemäßigten Standorten durchgeführt.

„Im April 2016 waren etwa 57 bis 80 Prozent der Korallen an den Kimberley-Inside-Riffen gebleicht – darunter das Montgomery Reef, Australiens größtes Küstenriff. Unsere Forschung ergab auch, dass es auf Rottnest Island eine milde Bleiche gab – 29% der Korallen waren mäßig gebleicht. Das UNESCO-Weltkulturerbe Ningaloo Reef entging weitgehend der Bleiche“, so Dr. Schoepf.

Das Muster der Bleiche entsprach ziemlich genau dem Muster des Hitzestresses von 2016. „Dies ist das erste dokumentierte regionale Bleichereignis in WA während eines El-Nino -Jahres und das erste Mal, dass wir den Prozentsatz der betroffenen Korallen messen konnten „, so Dr. Schoepf.

Korallenriffe in WA sind wie 2016 durch El Nino und wie 2010/11 durch la La Nina gefährdet, zu bleichen. Aber der geographische Fußabdruck ist unterschiedlich – der Nordwesten ist während der El-Nino-Jahre gefährdet, während das Ningaloo Reef und die weiter südlich gelegenen Riffe während des La-Nina-Zyklus gefährdet sind.

Da Bleichereignisse in Zukunft häufiger vorkommen, ist es wichtig zu beobachten, wie Bleichereignisse die Widerstandsfähigkeit des Korallenriffs beeinflussen und wie lange es dauert, bis sich die Riffe von solchen Katastrophen erholen.

Die Forscher haben ihre Ergebnisse in einer Studie in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Infos: www.coralcoe.org.au.

Link zur Studie: www.nature.com/articles/s41598-017-14794-y.

Autor

Keine Kommentare zu “Forscher untersuchen Auswirkungen der Korallenbleiche auf die Riffe Westaustraliens

Hinterlasse eine Antwort

Deine Emailadresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*