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Verkalkung trotz Ozeanversauerung

Verkalkung trotz Ozeanversauerung

Forscher des australischen ARC-Kompetenzzentrums für Korallenriffe (Coral CoE) haben herausgefunden, dass koralline Algen, die für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Korallenriffen wichtig sind, ihre innere Chemie als Reaktion auf die Ozeanversauerung anpassen können

Koralline Algen sind ökologisch wichtig. Sie bilden Kalkskelette durch die Herstellung von Calciumcarbonat, das als „Leim“ dient, um Riffe zu stabilisieren. Allerdings droht die zunehmende Ozeanversauerung infolge des vom Menschen verursachten Klimawandels diesen Prozess zu gefährden.

Riffbildende Rotalgen

Riffbildende Rotalgen passen ihre interne Chemie an die Bedingungen des Klimawandels an, Foto: © University of Western Australia

Die Coral CoE-Forscher der University of Western Australia, Dr. Christopher Cornwall, Dr. Steeve Comeau, und Professor Malcolm McCulloch, entdeckten, dass koralline Algen stark von einem Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration betroffen sein können. Einige Arten zeigen allerdings eine größere Toleranz als bisher angenommen.

„Ozeanversauerung ist eine große Bedrohung für Riffe, die von korallinen Algen dominiert werden – gleichermaßen in gemäßigten und tropischen Ökosystemen. Unsere Studie ist die erste, die zu verstehen versucht, warum gibt es eine Variation in der Art und Weise gibt, wie verschiedene Arten koralliner Algen auf die Ozeanversauerung reagieren. Sie untersucht, wie koralline Algen ihre innere Chemie verändern können, um diese günstig für die Bildung ihres Kalziumkarbonat-Skeletts zu gestalten“, so Dr. Cornwall.

Obwohl einige Arten eine größere Toleranz gegenüber der Ozeanversauerung aufweisen als andere, fanden es die Forscher bemerkenswert, dass alle korallinen Algen eine Form der Anpassung zeigten.

„Koralline Algen bilden ausgedehnte Riffe im nördlichen Westaustralien und an anderen Stellen von den Tropen zu den Polen. Die Algen-Arten, die einen hohen pH-Wert innerhalb ihrer internen Kalzifizierungsflüssigkeit beibehalten können, können sich in zukünftigen Ozeanen, die durch Oveanversauerung beeinflusst werden, weiter verkalken. Unsere Ergebnisse bedeuten, dass es Hoffnung für die Zukunft gibt.“, so Dr. Cornwall.

Infos: https://www.coralcoe.org.au.

Link zur Studie: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/gcb.13673/pdf.

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