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Warum sind Falterfische so bunt?

Warum sind Falterfische so bunt?

Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, warum einige eng verwandte Arten eines legendären Rifffisches sehr unterschiedliche Farbmuster haben, während andere sehr ähnlich aussehen Ein Team von Forschern unter der Leitung des ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies an der James Cook University untersuchte die Unterschiede im Erscheinungsbild von 42 Arten des Falterfisches

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Unterschiede in den Farbmustern zwischen zwei eng verwandten Falterfischarten am deutlichsten sind, wenn diese an Riffen nebeneinander vorkommen. Mit Hilfe von hochauflösenden Fotos quantifizierte das Team die Farbmuster und untersuchte, wie sie von evolutionären Prozessen beeinflusst wurden.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Falterfische in Millionen von Jahren die größte Vielfalt an visuellen Markierungen entwickelt haben, wenn sie im selben Gebiet leben wie andere, eng verwandte Arten. Dies ist nur dann der Fall, wenn das Verbreitungsgebiet beider Arten ähnlich groß ist“, so Christopher Hemingson, Hauptautor der neuen Studie, die kürzlich in der Zeitschrift Ecology Letters veröffentlicht wurde.

Falterfische

Der Perlen-Falterfisch (Chaetodon reticulatus; links) und Meyers Falterfisch (Chaetodon meyeri; rechts) sind enge Verwandte. Obwohl sie nur für weniger als eine Million Jahre getrennte Arten sind, haben sie sehr unterschiedliche Farbmuster entwickelt, die sie an Riffen, an denen beide Arten zu finden sind, voneinander abheben, Foto: © Tane Sinclair-Taylor

„Wenn das Verbreitungsgebiet einer Art viel größer ist als das der benachbarten Arten, ist es umgekehrt. Dann unterscheiden sich die Farbmuster der sich überschneidenden Arten weniger stark“, so Co-Autor Peter Cowman.

Mitautor David Bellwood stellte fest, dass dies das erste Mal ist, dass sich die Dynamik des geografischen Bereichs als wichtiger Indikator für Farbunterschiede zwischen Meeresfischarten erwiesen hat. „Diese Forschung ist die erste ihrer Art, die gleichzeitig Farb- und Musterunterschiede zwischen Falterfischarten quantifiziert. Unsere Forschung zeigt auch, dass sich Farbmusterunterschiede zwischen den Arten sehr schnell entwickeln können (innerhalb von 300.000 Jahren) – dann aber über Millionen von Jahren stabil bleiben“, so Bellwood.

„Bei der Farbe geht es eben nicht nur darum, anders auszusehen als andere Arten. Diese Farbmuster hängen auch spezifisch davon ab, welche anderen Arten ebenfalls vorhanden sind. Unsere Forschung kann helfen zu erklären, warum Rifffische so bunt sind“, erklärt Hemingson.

Infos: https://www.coralcoe.org.au.

Link zur Studie: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/ele.13180.

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